Bed & Breakfast Reggio Emilia | Corte dei Paduli

Das Landgut

Das Landgut

Die Ursprünge des Landguts Corte Dei Paduli gehen auf den Beginn des 18. Jh. zurück, als das Hauptgebäude als Kellerei für die Herstellung von Wein und Aceto Balsamico errichtet wurde. Der Gebäudekomplex ist von weitläufigen Gärten und Grünflächen umgeben und bietet mit seinem – kürzlich renovierten – Hochzeitssaal den idealen Rahmen für Empfänge und feierliche Anlässe in einer idyllischen und ländlich geprägten Umgebung.

Die Geschichte des Landwirtschaftsbetriebs

Der ursprüngliche Name des Landwirtschaftsbetriebs Dei Paduli lautete AZIENDA AGRICOLA CANTINA, wobei der Name „CANTINA“ (Weinkellerei) auf das älteste Gebäude des gesamten Komplexes zurückzuführen ist. Tatsächlich diente das große, um 1700 errichtete Haupthaus als Weinkellerei und wurde bis in die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts in dieser Funktion genutzt.

Bevor die „Cantina“ in jüngerer Zeit von der heutigen Winzergenossenschaft Villa Bagno abgelöst wurde, fungierte sie als Dreh- und Angelpunkt der gesamten Weinproduktion der Umgebung. Daneben wurde das Gebäude auch als Getreidespeicher genutzt. Noch heute ist im Eingangsbereich eine antike Waage für die Karren voller Weintrauben und Getreide zu bewundern. Der nach Süden ausgerichtete Gebäudeteil wurde als Wohntrakt des Gutsverwalters und seiner Familie genutzt und dient bis zum heutigen Tag als Wohnbereich. Ebenfalls zu Wohnzwecken wird heute derjenige Raum genutzt, in dem ehemals der Balsamico-Essig gereift wurde. Inzwischen wurden die Essigfässer in ein nahegelegenes Bauernhaus verlagert, doch hat der Raum bis heute seinen ursprünglichen Namen „stanza dell’aceto“ („Essigzimmer“) beibehalten.

Der Große Saal für feierliche Anlässe und ein Teil des heutigen Bed & Breakfast Dei Paduli befinden sich ebenfalls in den Räumlichkeiten der ehemaligen Weinkellerei.

Der Landwirtschaftsbetrieb heute

Der Landwirtschaftsbetrieb, der sich seit langer Zeit im Besitz der Familie Parmeggiani befindet, wurde bis zum Jahr 1970 von einem Gutsverwalter bewirtschaftet und produzierte vornehmlich Trauben für Lambrusco und Milch für die Herstellung von Parmigiano Reggiano.
Im Jahr 1970 entschied sich Giuseppe Parmeggiani als frisch diplomierter Agronom dazu, den Hof selbst zu leiten. Dazu zog er mit seiner Familie von Mailand nach Reggio Emilia um und ließ sich wieder in der ursprünglichen Heimat der Familie seines Vaters nieder. Neben dem Getreideanbau widmete sich Giuseppe zunächst der Viehzucht für die Fleischproduktion, die im Jahr 1985 aufgeben wurde, um dann gemeinsam mit seinem Sohn Guido den – teilweise biologischen – Obst- und Gemüseanbau voranzutreiben, bei dem insbesondere der Anbau von Tomaten für die Konservenindustrie im Vordergrund stand.

Heute ist man mit der Produktion des Landwirtschaftsbetriebs wieder zu den Wurzeln zurückgekehrt: unter Beibehaltung der biologischen Bewirtschaftung der Felder, wird heutzutage Futtermittel für die Milchkühe hergestellt, die die Milch zur Parmesankäseherstellung liefern, daneben werden Getreide sowie Lancellotta- und Grasparossa-Trauben für die Herstellung von DOC-Lambrusco angebaut.